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Einbruch sorgt für Thuner Playoff-Fehlstart

23.02.2026 23:45:47 | info@uhcthun.ch
Die NLB ist mit einer bitteren Niederlage in die Playoffs gestartet. Die Berner Oberländer verlieren das erste Viertelfinalspiel der Best-of-5-Serie gegen Gordola zuhause mit 8:10 – trotz einer zwischenzeitlichen 5:2-Führung.

Die Favoritenrolle war am Sonntagabend vor Viertelfinalspiel 1 in der MUR klar verteilt: Thun als Quali-Sieger, Gordola als Siebter – und genau dieses Kräfteverhältnis spiegelte sich zu Beginn auch auf dem Feld wider. Die Thuner wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, übernahmen sofort die Kontrolle und gingen bereits nach 90 Sekunden in Führung. Später zog das Heimteam bis auf 4:1 davon. Zwar konnten die Gäste zwischenzeitlich verkürzen, doch nach 20 Minuten stand es 4:2 für Thun – die Berner Oberländer hatten das Spielgeschehen komplett im Griff.
Auch im zweiten Drittel änderte sich zunächst wenig. In der 27. Minute erhöhten die Thuner auf 5:2 und stellten damit scheinbar früh die Weichen auf Sieg. Doch genau in dieser Phase schlich sich ein Bruch ins Spiel der Gastgeber ein. Möglicherweise fühlte sich Thun bereits zu sicher – ein Eindruck, der sich darin widerspiegelte, dass die Spielkontrolle innert kurzer Zeit vollständig verloren gingen. Die Genauigkeit liess nach, man agierte weniger entschlossen und liess sich zunehmend auf emotionale Nebenschauplätze ein. All das spielte Gordola in die Karten. Die Tessiner steigerten sich kontinuierlich und spielten sich förmlich in einen Rausch – während bei Thun plötzlich kaum mehr etwas gelang. Zwischen der 32. und 36. Minute drehten die Gäste die Partie mit vier Treffern und gingen mit 5:6 in Führung.
Erst gegen Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Drittels gelang es den Thunern, den Lauf des Gegners zu bremsen – dachte man zumindest. Denn selbst eine doppelte Überzahl brachte keine Wende. Im Gegenteil: Mit nur drei Feldspielern erzielte Gordola tatsächlich das 5:7. Und es kam noch schlimmer: Bis zur 53. Minute zogen die Gäste auf 5:9 davon.
Die Thuner bewiesen Moral und gaben bis zum Schluss nicht auf. Mit einem Doppelschlag in der 54. und 55. Minute kämpften sich die Gastgeber noch einmal auf 7:9 heran und weckten kurzzeitig die Hoffnung auf ein Comeback. Diese wurde jedoch umgehend wieder erstickt: Gordola antwortete sogleich mit dem 7:10 und setzte damit den entscheidenden Nadelstich. Am Ende stand eine 8:10-Niederlage für Thun.

Die Viertelfinalserie wird am kommenden Wochenende fortgesetzt. Am Samstag (20 Uhr) steigt Spiel 2 auswärts in Tenero, ehe am Sonntag (19 Uhr) Spiel 3 wieder in Thun ausgetragen wird. Für den Qualifikationssieger ist klar: Es braucht eine klare Reaktion.

Bild: Lars Kauz
 

MATCHTELEGRAMM
UHC Thun - Regazzi Verbano UH Gordola 8:10 (4:2, 1:4, 3:4)
MUR, Thun. 307 Zuschauer. SR Gestach/Müller.
Tore: 2. D. Küenzi 1:0. 3. M. Nicoli (S. Persson) 1:1. 7. R. Graber (T. Schwendimann) 2:1. 9. L. Ruch (J. Ruch) 3:1. 10. T. Schwendimann (R. Graber) 4:1. 12. M. Nicoli (A. Carlström) 4:2. 27. L. Ruch (T. Aeschbacher) 5:2. 32. M. Nicoli 5:3. 32. M. Nicoli (At. Gropengiesser) 5:4. 34. At. Gropengiesser (S. Persson) 5:5. 36. M. Nicoli (At. Gropengiesser) 5:6. 42. E. Maddalena 5:7. 48. N. Frapolli (L. Bacciarini) 5:8. 53. A. Carlström (T. Bacciarini) 5:9. 54. D. Küenzi (A. Bühler) 6:9. 55. J. Ruch (T. Aeschbacher) 7:9. 55. S. Persson (At. Gropengiesser) 7:10. 55. R. Graber (Y. Bärtschi) 8:10.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Thun. 4mal 2 Minuten gegen Regazzi Verbano UH Gordola.

UHC Thun mit: M. Juon, M. Weber, Y. Zimmermann, R. Graber, T. Aeschbacher, L. Grunder, C. Haldemann, E. Widmer, R. Küenzi, A. Bühler, D. Bolliger, J. Würz, N. Ammann, L. Ruch, J. Ruch, T. Schwendimann, T. Jost, J. Bolliger, Y. Bärtschi, L. Ritz, Y. Jost, D. Küenzi
Nicht im Kader: J. Reusser (U21A), J. Gsponer (U21A)​​, L. Münger (krank)
Verletzt: -
 

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AUSWÄRTSSPIEL
Samstag | 28.02.2026
20:00 | Gordola – UHC Thun

HEIMSPIEL
Sonntag | 01.03.2026
19:00 | UHC Thun – Gordola

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