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10.10.2017Spielbericht

Nah dran ist auch vorbei

Alle Leistungsteams, welche am Wochenende im Einsatz waren, schnupperten am Sieg. Gereicht hat es für einen Vollerfolg aber keinem Thuner Team. Resultatmässig am deutlichsten verlor dabei die erste Mannschaft. Bei der U21 und U18 ging es knapper zu und her. Beide Teams mussten sich erst in der Verlängerung ihren Gegnern geschlagen geben.

NLA
Nach den beiden Niederlagen gegen Köniz und Wiler wollten die Thuner im Bündnerland wieder auf die Siegesstrasse zurückkehren.

Trotz der langen Anreise waren die Thuner von Beginn weg parat und starteten gut in den Match. Beide Teams hatten ihre Torchancen, doch es waren nur die Thuner, welche im ersten Drittel trafen. Beide Tore konnte sich der Thuner Topscorer Tim Aebersold gutschreiben lassen.

Die Berner Oberländer starteten denkbar schlecht ins zweite Drittel. Dank zwei sehenswerten Weitschusstoren durch Marcel Stucki, war die Partie nach nur vier gespielten Minuten wieder ausgeglichen. In der 33. Minute war die Reihe dann wieder an den Thunern und diesmal traf Florian Witschi. Doch die Thuner wirkten lange nicht mehr so stilsicher wie in den ersten zwanzig Minuten. Es schlichen sich vermehrt unnötige Fehlpässe und Ballverluste ein. Ebenfalls war die Nervosität im Thuner Spiel etwas gar gross. Dies war relativ unverständlich, denn die Bündner zogen sich enorm stark zurück und so hätten die Thuner eigentlich genug Zeit gehabt den Ball sauber und konzentriert in ihren eigenen Reihen halten zu können. Stattdessen nutzten die Churer die Fehler der Thuner aus und drehten bis zur zweiten Sirene die Partie. Plötzlich sahen sich die Thuner mit einem ein-Tore Rückstand konfrontiert. Es blieben aber noch 20 Minuten um die Partie wieder in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Dieses Vorhaben ging nicht ganz wunschgemäss auf. Den Churer gelang der Treffer zum 5:3. Die Thuner liessen sich aber nicht abschütteln und konnten wenig später durch Kapitän Jonas Wettstein wieder verkürzen. Auch im dritten Drittel hatten die Berner Oberländer mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile. Die Churer standen sehr tief und lauerten auf Konter. So konnten sie in der 55. Minute erneut mit zwei Toren in Führung gehen. In der 57. Minute verkürzte Thun noch einmal auf 6:5. Auf die Tore sieben und acht hingegen, konnten die Berner Oberländer nicht mehr reagieren. Somit musste man sich einem über weite Strecken sehr passiv verhaltenden Gegner geschlagen geben. Gemessen an den Spielanteilen hätten die Thuner Punkte aus Chur entführen können. Die Churer spielten sehr clever und effizient. So fügten sie den Thunern die dritte Niederlage in Folge zu.

Chur Unihockey – UHC Thun 8:5 (0:2, 4:1, 4:2)
Gewerbliche Berufsschule Chur, Chur, 340 Zuschauer – Tore: 19. Aebersold (Witschi) 0:1; 20. Aebersold (Stulz) 0:2; 21. Stucki (Tokos) 1:2; 24. Stucki (Aeschbacher) 2:2; 33. Witschi  (Aebersold) 2:3; 37. Hirschi (Bischofberger) 3:3; 39. Tokos (Hirschi) 4:3; 52. Riedi (Zellweger) 5:3; 55. Wettstein (Götti) 5:4; 55. Torri (Hirschi) 6:4; 57. Sigrist (Kummer) 6:5; 58. Tokos (Aeschbacher) 7:5; 59. Aeschbacher (Furrer) 8:5

U21A
Nach der knappen Niederlage gegen Floorball Köniz wollten die Thuner U21 Junioren an diesem Wochenende unbedingt den ersten Sieg der Saison. Die Aufgabe war reizvoll aber auch anspruchsvoll. In Zuchwil wartete mit dem SV Wiler-Ersigen der Schweizermeister aus der vergangenen U21-Saison. Ebenfalls hatten sie seit fast 1,5 Saisons kein Heimspiel mehr verloren. Für die Thuner war klar, heute ist der Tag an dem diese Serie reissen sollte.

Das Spiel startet unterhaltsam. In den ersten sechs Minuten konnte Wiler zwei Mal in Führung gehen. Den Rückstand wurde durch die Thuner aber jeweils sehr schnell wieder ausgeglichen. In der 13. Minute konnten die Thuner erstmals vorlegen. Doch wie die Thuner zuvor, wussten auch die Wiler-Spieler eine rasche Antwort auf einen Rückstand. Den Spielanteilen entsprechend ging es mit einem gerechten Resultat von 3:3 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel waren es die Thuner, welche als erste jubeln durften. Marco Cebulla brachte die Berner Oberländer wiederum in Führung. Das Spiel war ausgeglichen. Beide Teams hatten etwa die selben Spielanteile. Es waren aber die Thuner, welche sich im ein oder anderen Zweikampf nicht immer ganz regelkonform verhielten und so Strafminuten kassierten. Das gut eingespielte Wiler-Powerplay liess sich nicht zweimal bitten und nutze die Chancen aus. Dank zwei Powerplay Toren konnte der SV Wiler-Ersigen eine zwei-Tore Führung in den letzten Abschnitt mitnehmen.

Auch das dritte Drittel gestaltete sich hart umkämpft. Beide Teams schenkten sich nichts. Zwei Tore für Thun und eines für Wiler-Ersigen war die Ausbeute im dritten Drittel. Als es 14 Sekunden vor Schluss immer noch 6:6 hiess, rechneten alle mit einer Verlängerung. Doch es wurde noch einmal heiss. Zuerst konnte ein Abschluss eines Wiler-Spieler durch Reto Graber hervorragend geblockt werden. Anschliessend wurde Marco Cebulla lanciert, welcher nur noch mit einem Stockschlag gebremst werden konnte. Strafstoss für Thun hiess das klare Verdickt. Kevin Widmer übernahm die Verantwortung; scheiterte aber leider am Ex-Thuner Torhüter Martin Menétrey. Somit musste doch noch die Verlängerung über Sieg und Niederlage entscheiden. Der eben angesprochene Martin Menétrey war es, welcher in der Verlängerung für den Unterschied sorgte. Gleich mit mehreren mirakulösen Paraden liess er die Thuner Schützen verzweifeln. «Wer die Tore nicht macht, bekommt sie» lautet ein altes Sprichwort. Genauso endetet die Partie wenig später. Mit der ersten wirklichen Chance entschied Wiler-Ersigen die hart umkämpfte Partie doch noch für sich. Für die Thuner blieb, wie schon in der Vorwoche, wiederum nur der eine Punkt.

SV Wiler-Ersigen – UHC Thun 7:6 n.V. (3:3, 2:1, 1:2, 1:0)
Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil, 76 Zuschauer – Tore: 1. Sikora (Schenk) 1:0; 4. Ret. Graber (Widmer) 1:1; 5. Stöckli (Suter) 2:1; 6. Widmer (Ret. Graber) 2:2; 13. Zimmermann (Ammann) 2:3; 15. Dudovic (Herren) 3:3; 25. Cebulla (Rem. Graber) 3:4; 30. Dudovic (Sikora) 4:4; 34. Stöckli (Cerveny) 5:4; 45. Bühler (Ammann) 5:5; 47. Strahm (Püntener) 6:5; 48. Bach (Bühler) 6:6; 64. Schenk (Dudovic) 7:6

U18A
Nach den Niederlagen in den ersten drei Spielen wollten die U18 Junioren an diesem Wochenende den ersten Dreier der Saison einfahren. Dabei verlief das erste Drittel durchaus vielversprechend. Obwohl die Thuner zuerst in Rückstand gerieten, konnten sie, dank Toren von Cyril Durand und Flavio Pfaffen, mit einer 2:1 Führung in die erste Pause.

Im zweiten Drittel sollte aber Ungemach drohen. Uznach schaltete einen Gang höher und konnte bis kurz vor Drittels-Ende die Partie mit vier Toren von 2:1 auf 2:5 drehen. Immerhin brachten die Thuner in diesem verkorksten zweiten Drittel auch noch ein Tor auf die Anzeigetafel und so versprach das Resultat von 3:5 noch Spannung für das letzte Drittel.

Die Zuschauer in der MUR Halle wurden nicht enttäuscht. Zuerst erzielte Philemon Schmid, mit seinem zweiten persönlichen Treffer, den 4:5 Anschluss für die Thuner. Anschliessend war die Reihe wieder an den Gästen und sie spielten sich noch einmal einen zwei-Tore Vorsprung heraus. In der 58. Minute bezogen die Berner Oberländer ihr Time Out um den Schlachtplan für die letzten Minuten zu besprechen. Der Plan wurde umgesetzt. Dabei trumpfte ein Mann gross auf - Philemon Schmid. Sein Hattrick führte in der 59. Minute zum 5:6. Als wäre dies nicht genug erzielte er 37 Sekunden vor Schluss auch den 6:6 Ausgleichstreffer. Somit war der erste Punkt der Saison für die Thuner im trockenen. Dabei sollte es aber auch bleiben. Denn in der Verlängerung waren es die Gäste, welche reüssierten und so den Zusatzpunkt holten. Schade wurde die fulminante Aufholjagd der Thuner nicht mit dem Sieg belohnt.

UHC Thun – Jona-Uznach Flames 6:7 n.V. (2:1, 1:4, 3:1, 0:1)
MUR Halle, Thun, 65 Zuschauer – Tore: 9. Schubiger (Köpfli) 0:1; 9. Pfaffen (Ritz) 1:1; 12. Durand (Ryf) 2:1; 23. Müller (Köpfli) 2:2; 26. Schubiger (Degiacomi) 2:3; 36. Schnider (Kühne) 2:4; 37. Köpfli (Müller) 2:5; 40. Schmid (Rytz) 3:5; 45. Schmid (Rytz) 4:5; 47. Füllemann (Dudler) 4:6; 59. Schmid (Ritz) 5:6; 60. Schmid 6:6; 63. Dudler (Kühne) 6:7

U16A
Die U16 Junioren standen an diesem Wochenende nicht im Einsatz. Sie werden erst am Sonntag, dem 22. Oktober, ihren Meisterschaftsbetrieb wieder fortsetzen.