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13.02.2018Spielbericht NLA

Derbyniederlage für das Thuner Fanionteam

Die Nationalmannschaftspause nutzten die Thuner dafür, um ihr Spiel weiterzuentwickeln und sich für die wichtigste Phase der Saison einzustimmen. Am vergangenen Sonntag wartete dann mit den Tigers Langnau ein Schwergewicht der Liga auf das Thuner Fanionteam.

Verheissungsvolles Startdrittel
Den Zuschauern wurde bereits in den Startminuten ein abwechslungsreiches und chancenreiches Spiel geboten. In der 7. Minute waren es die Gäste, welche ein erstes Mal jubeln konnten. Reto Graber traf mit einem perfekt getimten Schuss zur Führung. Doch bereits eine Zeigerumdrehung später wussten auch die Langnauer eine ihrer zahlreichen Chancen auszunutzen und glichen die Partie aus. Im Anschluss trug das Heimteam einen grossen Teil dazu bei, dass sich die Vorteile auf die Seite der Thuner verschoben. Die Emmentaler sorgten mit zwei kleinen Bankstrafen dafür, dass sich das Thuner Powerplay ein erstes Mal unter Beweis stellen konnte. Dank dem Tor durch Thomas Kropf bestand das Powerplay diesen Test mit Bravour. Mit 1:2 und somit der Minimalführung verabschiedeten sich die beiden Teams in die erste Pause.

Emmentaler drehen Spiel im zweiten Abschnitt
Im zweiten Drittel mussten die Thuner feststellen, dass die Langnauer stärker wurden. Dies lag vor allem daran, dass das Heimteam nun etwas höher stand und so mehr Druck auf die Thuner Hintermannschaft ausüben konnte. Dies stellte die Berner Oberländer vor Probleme und sie fanden kein wirkliches Gegenmittel. Es gelang kaum einmal mit schnellem und direktem Passspiel auszulösen und sich so Torchancen herauszuspielen. Stattdessen leisteten sich die Thuner immer wieder Abspielfehler im Spielaufbau und in der Mittelzone. Auch in der Offensive konnte man nur noch nadelstichartig Akzente setzen. Somit mussten die Thuner im zweiten Drittel die Führung aus der Hand geben. Die Langnauer drehten die Partie auf ihre Seite und gingen mit einem 4:2 Vorsprung in die zweite Pause.

Tigers auch im letzten Drittel zu stark für die Thuner
Obwohl in den zweiten 20 Minuten nicht alles nach Plan lief, war für die Thuner noch lange nicht aller Tage Abend. Aber schon nach 25 Sekunden mussten die Berner Oberländer einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Emmentaler erhöhten auf 5:2. Die Thuner versuchten nun mit zwei Linien den Rhythmus zu erhöhen und die Partie so noch einmal spannend zu machen. Dies gelang aber nur bedingt. Es war weiterhin das Heimteam, welches das Spieldiktat in der Hand hatte. Hoffnung für die Thuner gab es allerdings noch, da es die Langnauer versäumten, die Partie mit weiteren Toren definitiv zu entscheiden. Die Berner Oberländer liessen sich deshalb nicht hängen und versuchten alles. Tatsächlich, in der 54. Minute wurden sie belohnt und verkürzten auf 5:3.

Nun warfen die Thuner noch einmal alles in die Waagschale. Ein weiterer Treffer wollte den Thunern aber nicht mehr gelingen. Die Langnauer ihrerseits nutzten noch zwei Kontermöglichkeiten aus und sorgten für den am Ende doch relativ deutlichen Endstand von 7:3.

Am Ende mussten die Thuner eingestehen, dass die Tigers über den grössten Teil der Partie doch ein Stück besser waren, cleverer agierten und schlussendlich auch verdient gewannen. Für die Berner Oberländer folgen am nächsten Wochenende die beiden letzten Spiele der regulären Saison. Am Samstag steht das Heimspiel gegen Rychenberg Winterthur auf dem Programm und am Sonntag trifft man auswärts in St. Gallen auf WASA.